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Naturreservat & Biologische Feldstation
-Un poco del Chocó-

Lage von Un poco del Chocó
Die biologische Station Un poco del Chocó liegt in der Provinz Pichincha im Nordwesten Ecuadors, ein paar Kilometer nordöstlich von San Miguel de Los Bancos, in der Region Ayapi am Rio Pachijal. Erreichen kann man die biologische Station über das kleine Dorf Las Tolas. Von dort aus führt eine 11 km lange Schotterstraße nach Ayapi und zum Rio Pachijal (40 Minuten Fahrzeit). Zumindest in der Regenzeit ist das letzte Stück nur mit einem Geländewagen befahrbar.

Der Bergregenwald von Un poco del Chocó
Die biologische Station Un poco del Chocó verfügt über ein 15 Hektar großes, privates Untersuchungsgebiet. Der Bergregenwald der biologischen Station liegt genau in der Übergangszone zwischen den beiden Biodiversitäts-Hotspots Chocó und Tropische Anden. Der Wald erstreckt sich von ca. 950m Höhenlage am Rio Pachijal bis an die auf ca. 1200m hoch gelegene Straße, die nach Las Tolas führt. Entlang der Straße liegt Sekundärwald, welcher vor ca. 15 Jahren noch Weideland war. Hier befindet sich das Wohnhaus von Nicole und Wilo, das Stationshaus und der organische Garten. Der restliche, größere Teil des Waldes ist Primärwald, der teils gestört ist. Viele größere Bäume sind hier leider dem illegalen Holzhandel zum Opfer gefallen.

Flora und Fauna
Inmitten von Baumfarnen, riesigen Aronstabgewächsen, Palmen, Bromelien, Orchideen und einer Fülle anderer typischer Pflanzen des Bergregenwaldes lebt ebenso eine Vielzahl an Tieren. Der Bergregenwald ist nicht nur Teil des Chocó sondern auch Teil der “Important Bird Area” von Mindo-Nanegalito. Allein im Umkreis ihres Wohnhauses hat Nicole schon 194 Vogelarten gezählt. Hier können unter anderem, die für den Chocó typischen Küstentukane und Blauschwanztrogone, aber auch Andenfelshähne, Sturzbachenten, viele verschiedene Kolibris und Tangaren beobachtet werden (Liste der Vogelarten). Mit etwas Glück bekommen Besucher auch Kapuzineraffen oder Agutis zu sehen und mit etwas Pech (?!) eine Tarantel oder Lanzenotter. Nachts durchstreifen Gürteltiere, Wickelbären, Pakas, Ozelots und sogar Pumas den Wald auf der Suche nach Nahrung.

Unterkunft
Im  Sommer 2010 wurde das eigentliche Herzstück der biologischen Station, das Stationshaus, fertiggestellt. Hier können nun bis zu zehn Praktikanten, Freiwillige oder Besucher untergebracht werden. Im oberen Stockwerk liegen die Schlafräume, ein Schlafsaal mit Etagenbetten für vier Personen und zwei Zimmer für zwei bis drei Personen. Im unteren Stockwerk befinden sich Küche und Essensraum sowie das kleine Labor. Direkt neben dem Stationshaus gibt es zwei warme Duschen und drei Toilettenhäuschen (Latrinen). Zum Ausruhen kann man sich auf einen der Balkone zurückziehen.

Auf der Station gibt es keinen Strom. Es gibt aber einen Stromgenerator, der zu bestimmten Zeiten für Strom sorgt. Auch ein Internetanschluss ist vorhanden.
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Stationshaus

 

Duschen

 

Schlafsaal