Naturreservat & Biologische Station

Unsere Naturschutzarbeit.

 

Eines der Hauptziele von Un poco del Chocó ist es, den verbleibenden Regenwald in der Umgebung des Natur-reservates zu schützen. Daher leisten wir Umwelterziehungsarbeit, wirken in der regionalen Naturschutzarbeit mit und fördern nachhaltige Landnutzung. Zudem arbeiten wir mit lokalen Naturschutzinitiativen und ecuadorianischen Nicht-Regierungsorganisationen zusammen.

Ein Großteil unserer Arbeit ist ehrenamtliches Engagement. Teilweise finanzieren wir unsere Projekte aber auch über die Einkünfte der biologischen Station und des Ökotourismus im Naturreservat, sowie über Spendengelder.

Umwelterziehung

Die lokale Bevölkerung rund um Un poco del Chocó lebt hauptsächlich von Viehzucht bzw. Milchproduktion und illegalem Holzhandel. Nur wenige Familien aus dem nahegelegenen Dorf Las Tolas leben von alternativen Einkommensquellen, wie Ökotourismus oder Schmuckherstellung aus natürlichen Materialien. Neben Armut ist eines der Hauptprobleme nachhaltiger Entwicklung das mangelnde Umweltbewusstsein.

 

Daher organisieren wir regelmäßige Umwelterziehungs-WorkShops im Naturreservat. Wir hoffen ein größeres Bewußtsein in der nächsten Generation schaffen zu können und arbeiten derzeit mit einer Gruppe Jugendlicher aus Las Tolas. Praktikanten können uns gerne bei der Planung und Durchführung der Umwelterziehungsarbeit helfen.

Regionale Naturschutzarbeit

Nachdem im Sommer 2012 das Wassereinzugsgebiet des Flusses Pachijal durch die Verwaltung in Quito zu einem Gebiet nachhaltiger Landnutzung und Naturschutzes erklärt wurde, fanden durch die Stadtverwaltung organisierte monatliche Treffen mit der lokalen Bevölkerung statt. Hierbei wurden Gründe für die fortschreitende Entwaldung analysiert und gemeinsam wurden nachhaltige Alternativen zur Bewirtschaftung des Landes gesucht. Als Mitglieder des Naturschutz-Komitees versuchten wir bei diesen schwierigen Prozessen positiv mitwirken zu können.

Weihnachts-Vogelzählungen

Die jährliche Weihnachtsvogelzählung der Audubon Society ist ein sog. Citizen Science Projekt, welches in großem Maße den Naturschutz fördert. Die Weihnachtsvogelzählung ist das weltweit älteste und am längsten anhaltende Natur-Erfassungsprogramm. Audubon und andere Organisationen nutzen die gesammelten Daten, um den Zustand von Vogelpopulationen zu beurteilen und um Naturschutz-maßnahmen zu lenken.

 

Jedes Jahr im Dezember und Januar nehmen wir an mehreren verschiedenen Zählungen in ganz Ecuador teil.

Als offizielle Repräsentantin des Zählkreises Mindo-Tandayapa hilft Nicole jährlich bei der Organisation der Vogelzählung in Mindo und ist anschliessend für die Dateneingabe zuständig.

Im Rahmen des neuen Zählkreises Los Bancos-Milpe organisieren wir seit Dezember 2012 auch unsere eigene Weihnachtsvogelzählung im Reservat und in der Umgebung.

"Lebende Zäune" und Wiederaufforstung

Die Chocó-Region ist stark von zunehmender Habitatfragmentierung betroffen. Während illegale Abholzung und eine zunehmende landwirtschaftliche Nutzung Hauptursache für den Verlust an natürlichem Lebensraum sind, gibt es auch unzählige weitere Gründe für die Abholzung. Um die Zäune für ihre Viehweiden zu erneuern, holzen die regionalen Bauern immer wieder Bäume ab.

 

Es gibt aber Alternativen: kleine Bäume, sogenannte lebende Zäune, können stattdessen genutzt werden. In Zusammenarbeit mit zwei Nachbarn ziehen wir diese Bäumchen groß und verteilen sie später an regionale Bauern.

Zudem haben wir eine kleine Baumschule angelegt, um Primärwaldbäume groß zu ziehen und regionale Wiederaufforstungsprojekte zu unterstützen.

Neue "Important Bird Area" Mashpi-Pachijal

Ein Teilprojekt welches wir 2013/2014 unterstützten, war die Deklarierung einer neuen "Important Bird Area" (Programm von BirdLife International). Da Ökotourismus eine der möglichen nachhaltigen Einnahmequellen darstellen kann und insbesondere der Vogeltourismus für unsere Region von Interesse ist, wurden im vergangenen Jahr mehrere WorkShops organisiert, um die Schutzgebiete Pachijal und Mashpi als eine neue Important Bird Area zu deklarieren. Mit Hilfe der Daten, die anhand des stetigen Vogelmonitorings auf unserer biologischen Station vorlagen, konnte das neue Gebiet gleich mehrere Kriterien für den Status einer IBA erfüllen. Als Mitglieder der regionalen Unterstützergruppe hoffen wir, dass dies hilft den Vogeltourismus in unserer Region zu stärken und ökotouristische Projekte zu fördern.

Bist du daran interessiert unsere Naturschutzarbeit zu unterstützen??

 

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